Reisebericht 2 (2019)

Geschrieben von Admin am . Veröffentlicht in Urlaub

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logo3Sommerurlaub Kroatien 2019



Der lang ersehnte Sommerurlaub steht bevor. Das erste Mal drei Wochen mit unserem eigenen Wohnmobil in den Süden zu fahren.
Unser Ziel ist Kroatien, ein Land in dem wir noch nie waren. Die geplante Reise verläuft bis runter nach Dubrovnik. Ein Ziel was ca. 2000 Km von uns entfernt liegt. Das bedeutet für die Hinfahrt in der Nacht möglichst viele Kilometer zu schaffen.

Autocamp Sibinj 17



Etappen:
Stellplatz Königslutter am Elm (52.249843, 10.820518)
Stellplatz Deggendorf (48.812764, 12.943782)
Camping Turist Grabovac (44.973552, 15.647783)
Autocamp Borje (44.765725, 15.689159)
Camping Resort Solaris (43.699263, 15.879432)
Camping Stobrec Split (43.504195, 16.526317)
Camping Belvedere Trogir (43.511864, 16.194104)
Autocamp Sibinj (45.044047, 14.878120)
Camping Sobec (46.356292, 14.149722)
Stellplatz Arta Terme (46.475525, 13.016797)
Camping Alla Baita (Drei Zinnen) (46.587838, 12.257994)
Camping Gilfenklamm (46.882514, 11.408190)
Wohnmobilstellplatz Bad Tölz (47.763089, 11.550266)
Wohnmobilstellplatz Andechs (47.975095, 11.185917)
Stellplatz Ilmenau (50.681939, 10.904413)

3833.1 km, 22:32:30



Tag 1)
Wie immer ist die Realität immer anders als die Planung vorsieht, zudem wir vor dem eigentlichen Start unser Auto zu unserer Tochter nach Hamburg abliefern mussten. Nach Übergabe und Verabschiedung zeigte die Uhr bereits 00:15 Uhr. Unsere Fahrt führte über die A1 Elbbrücken zur A39, die B4 entlang und weiter bei Gifhorn auf die B188, weiter auf der A39 bis zum Stellplatz Königslutter am Elm (52.249843, 10.820518). Der Stellplatz ist kostenlos und bietet neben Strom auch Wasserversorgung und Chemietoilettenreinigung.

Königslutter am Elm 3 Königslutter am Elm 3 Königslutter am Elm 3
Tag 2)
Um 10Uhr morgens fuhren wir weiter. Wir hatten erst ca.300 km gefahren, meinem Zeitplan weit hinterher. Das ist so bei uns. Doch wir haben ja Zeit ... und ein Wohnmobil. Also schnell auf die A2, bei Magdeburg auf die A14 dann weiter auf die A9. Wir fuhren dann ein kurzes Stück auf die A72, um dann weiter Richtung Süden auf der A93 bis Regensburg zu bleiben. Um 16:45 zweigten wir dann auf die Autobahn A3 ab und suchten uns ein Stellplatz für die Übernachtung. Wir fanden einen kostenlosen Stellplatz in dem Ort Bogen (48.907682, 12.687416). Der große Parkplatz war überfüllt und gefiel uns nicht, also zogen wir weiter. Ein paar Kilometer weiter fanden wir einen Stellplatz in Deggendorf (48.812764, 12.943782).

Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16 Deggendorf 16


Tag 3)
Morgens um 8:15 ging es gut erholt weiter auf der A3 Richtung Grenze. Bevor wir nach Österreich einreisen konnten, mussten wir unser GO-BOX abholen, denn wir hatten uns noch vor unserer Reise dazu entschieden unser WoMo auf 1850KG aufzulasten. Alle dazu notwendigen Vorbereitungen habe ich schon vor Reiseantritt Online erledigt. Wie die Auflastung und die Beantragung der GO-BOX funktioniert werde ich in einem separaten Bericht erklären. Ebenso wird für Slowenien eine DarsGo benötigt. Auch das werde ich in diesem Bericht ausführlich erklären. Die GO-BOX kann in jeder ASFINAG Vertriebsstelle abgeholt werden. In unserem Fall ist es die Raststätte Donautal West (48.589385, 13.365952) bei Passau. Mit dem Abholzettel, den ich per Email bekommen und ausgedruckt habe, war alles ohne Probleme verlaufen. Noch schnell die Box an die Windschutzscheibe kleben und unsere Fahrt konnte fortgesetzt werden. Unser Weg führte uns an Wels und Graz vorbei bis kurz hinter die Grenze Sloweniens zur Tankstelle Petrol BS Šentilj AC (46.685093, 15.649430), um unsere zweite Maut-Box abzuholen. Nun klebten zwei Geräte übereinander auf unserer Windschutzscheibe. Eine aufregende Sache, denn an jeder Mauterfassung warteten wir gespannt auf ein Piepen der Box. Hat aber alles gut funktioniert. Unsere Fahrt führte uns an Maribor vorbei bis zum Grenzübergang nach Kroatien hinein, links an Zagreb vorbei bis Karlovac. Ab hier fuhren wir landein auf der B1 Richtung Plitvicer Seen. Für einen Zwischenstopp in Rastoke blieb für uns leider keine Zeit. In Rastoke fließen die beiden Flüsse Slunjčica und Korana zusammen. Hier wurden die ersten Szenen aus dem Schatz im Silbersee gedreht. Um 21:20 Uhr erreichten wir unseren ausgewählten Campingplatz Turist Grabovac (44.973552, 15.647783). Für eine Nacht war zum Glück noch ein Platz frei.

Karlovacka 12
Karlovacka 07
Karlovacka 03
Karlovacka Karlovacka 04

Tag 4)
Heute stand ein Besuch der Plitvicer Seen auf dem Programmzettel. Auf dem Parkplatz vor Ort trafen wir gegen 10:30 an. Der letzte freie Parkplatz konnten wir uns noch sichern. Etwas später hätten wir wieder abfahren müssen.

Plitvicer Seen 04 Plitvicer Seen 03

An der Kasse angelangt mussten wir uns erst einmal in einer Reihe von Wartenden einreihen. Wir kamen mit einem älteren Paar ins Gespräch, die uns berichteten, dass erst um 12:00 die Kasse wieder öffnen würde da die zulässige Personenzahl überschritten sei.

Plitvicer Seen 01

Punkt 12:00 Uhr ging es tatsächlich weiter. Der Eintritt kostete uns pro Person 250Kn, das entspricht ca. 34Euro. Mit den Parkgebühren von 100Kn haben wir zusammen ca. 80Euro bezahlt. Im Park stehen verschiedene Rundkurse zur Auswahl.

Wanderkarten

Unsere Wanderroute habe ich einmal in Rot dargestellt:
Vom nördlichen Eingang 1 marschierten wir zur ST1 und führen mit der Bahn zur ST4. Von da aus zu Fuß nach P2 um von dort aus mit dem Schiff nach P3 zu fahren. Doch die Warteschlange bei P2 war zu lang, darum entschlossen wir uns am Wasser weiter bis P3 zu wandern. Das hat Zeit gekostet, so dass wir von P3 direkt zum Ausgang zurückmarschierten. Den großen Wasserfall haben wir dadurch nur aus der Ferne sehen können. Unser Rundgang war also nicht optimal, doch im Anbetracht das wir uns im Begleitung eines netten älterer Pärchen befanden und wir uns nicht in die überfüllten Boote drängen wollten eine beachtliche Leistung.



Um 19:00Uhr haben wir den Park verlassen und es wurde Zeit den nächsten Übernachtungsplatz zu suchen. 18Km weiter in Richtung Süden fanden wir das Autocamp Borje.

Die Einfahrt und Anmeldung des Autocamps:
Camping Borje 1


Das Camp war nur relativ wenig belegt. Stellte sich aber als idealer Ausgangspunkt für den Besuch der Plitvicer Seen heraus, da Täglich ein Shuttlebus von da aus startete.

Tag 5-7)
Am nächsten Morgen um ca. 11:00Uhr starteten wir unsere Reise und beschlossen Richtung Küste zu fahren. Wir suchten den Campingplatz Solaris Camping Beach Resort bei Sibenik aus, da dieser auch Plätze direkt am Meer verfügte. Das wir so einen Platz bekommen würden, damit hatte ich nie mit gerechnet. Für drei Übernachtungen nur, aber länger wollten wir ja sowieso nicht bleiben.

Solaris Camping 01






Solaris Camping 44In den drei Tagen haben wir nichts Großartiges unternommen, außer faul in der Sonne zu liegen und einfach die Seele baumeln lassen. Die Temperaturen waren durch den teilweise frischen Wind unerwartet angenehm. Unser Hund Charlie hatte mit den Temperaturen mehr zu kämpfen oder hatte nur einfach Langeweile.

Es waren schöne und erholsame Tage. Auch der Campingplatz hatte uns sehr gefallen. Der Preis den wir bezahlen mussten war überteuert, für uns aber in Anbetracht direkt am Wasser zu stehen gerade noch akzeptabel.


Link zum Campingplatz
Tag 8)
Heute mussten wir den Campingplatz verlassen. Das nächste Ziel sollte eigentlich Dubrovnik sein. Wir haben lange überlegt und uns besprochen, ob wir die 200Km dorthin wirklich fahren wollten oder nicht. Schließlich wollten wir auch noch ein paar Tage in Slowenien und danach unbedingt in die Dolomiten fahren. Also beschlossen wir nach Split zu fahren. Ich fuhr über die Autobahn erst einmal nach Omis.

Omis 02
Omis 01
Der Blick von der Straße oberhalb von Omis war wunderschön.

In Omis angekommen, fanden wir ein reges Treiben von Touristen an. Die Straßen waren voller Autos und ein fortkommen war nur langsam möglich. Ich hatte ein Ziel, einen Parkplatz am Rande der Stadt und hoffte dort noch einen Platz für mein Wohnmobil zu bekommen. Und wir hatten Glück, der nette Parkwächter winkte uns zu und wies uns einen Platz zu (43.447462, 16.694803). Per Parkplatz kostete 100Kn, nicht gerade günstig.

Omis 16
Omis 14 Omis 15


Omis ist eine kleine Stadt, die in der Mündung des Flusses Cetina liegt. Diese Mündung trennt die Altstadt von der Neustadt. Durch eine Brücke sind diese beiden Teile miteinander verbunden. An jeder Ecke werden Bootstouren in den Flusses Cetina hinein angeboten. Die Fahrt führt ca. 2Km in den Fluss hinein bis zum Restaurante Kaštil Slanica und dauert insgesamt 2Std. Zudem ist es möglich dort ein Boot oder kajak zu mieten. Wir hatten zu wenig Zeit uns das Vergnügen zu gönnen. Schade eigentlich, denn es soll eine erholsame Fahrt in einer atemberaubenden Natur sein. Oberhalb der Stadt befinden sich die altertümlichen Reste der Festungen Starigrad. Eine Wanderung hinauf ist von dem Parkplatz möglich. Wir hingegen haben nur die Altstadt besichtigt und sind zur Burg Tvrđava Mirabela hinauf gestiegen.

Gegen 15:00Uhr wurde es Zeit weiterzufahren. Der Parkwächter bot uns an hier auf dem Parkplatz zu übernachten, was wir aber dankend ablehnten. Auf der Küstenstraße war nur Stau, also fuhren wir landein auf der Kneza Trpimira etwas abenteuerlich nach Stobreč zum Campingplatz Stobreč Split (43.504195, 16.526317).
Omis 24
Der Campingplatz Stobreč Split sollte unser Ausgangspunkt für die morgige Stadtbesichtigung von Split sein. Einen freien Platz zu bekommen war bislang kein Problem. So auch hier nicht. Nur war das Wetter gegen Abend schlecht. Eine Gewitterfront mit starkregen und Sturm zog an uns vorüber. Ein Spaziergang in die Stadt mußten wir kurzerhand abrechen und schaffen es gerade rechtzeitig die Markise einzuholen.

Campingplatz Stobreč 1 Campingplatz Stobreč 2 Campingplatz Stobreč 3
Der Hundestrand ist klein und abgezäunt und wirkt nicht besonders einladend. Campingplatz Stobreč 4
Auch der Strand lud nicht gerade zum Baden ein.
Campingplatz Stobreč 5

Den Campingplatz haben wir uns kaum angeschaut und konnten nur wenige Eindrücke mitnehmen.

Tag 9)
Die Anreise nach Split erfolgte mit dem Bus. Entweder wir konnten den Fahrplan nicht richtig lesen oder der Bus hatte Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens Verspätung. Jedenfalls mußten wir 30min in der prallen Sonne warten, was unsere Laune eintrübte. Zudem machte uns der Busfahrer verständlich, das Hunde nur in einem Behälter mitfahren durften, er aber ein Auge zudrücken würde. Das war für uns neu. Die Fahrt an sich war OK und erreichten ca. nach 30min den Busbahnhof in Split (43.515712, 16.443295). Von dort aus marschierten wir Richtung Süden. Da gerade Markttag war gönnte sich Birgit ein Kleid. Die Besichtigung der Stadt war interessant, aber die Hitze und die Menschenmassen schlugen wieder negativ auf unsere Laune. Gerade unser Hund hatte Probleme mit der Hitze. Zum Diokletianpalast gingen wir durch die engen Gassen immer auf der Suche nach Spuren von "Games of Thrones", denn in Split befinden sich einige Drehkulissen von dieser Serie. Und wir fanden sie, nicht die Drehkuilissen an sich sondern Fanartikelläden, Wegweiser und sogar Tyrion Lennister und Daenerys Targaryen waren wir begegnet (natürlich nur lebendige Nachbildungen, die aber durchaus dem Original sehr ähnlich sahen). Gerade am Diokletianpalast angekommen stellten wir einen Brand in einem Gebäude fest, aus einem Fenster nahe am Südeingang. Aus dem anfänglich leichten Rauch wurde übelriechender dichter Rauch. Wir verließen fluchtartig den engen Innenstadtbereich, um einer gefährlichen Situation vorzubeugen.
Von Split aus gibt es eine Reihe von Möglichkeiten mit dem Boot ob groß oder klein Ausflüge zu unternehmen wie z.B. Ausflug zur Blauen Grotte,
Tagestour zu den Wasserfällen von Krka usw.


Im Ganzen gesehen war Split zwar interessant, aber einfach zu voll. Es ist wohl angebrachter Split in der Nebensaison zu besuchen.
Also fuhren wir mit dem Bus wieder zum Campingplatz. Wir hatten Glück das derselbe Busfahrer aus der Hintour wir auch für die Rücktour bekommen hatten.

Am Abend nahmen wir uns die Zeit uns die Stadt Stobreč anzusehen.
Stobreč 03


Tag 10)
Unser nächstes Ziel war die Stadt Trogir zu besichtigen. Wir wählten dazu den Campingplatz Belvedere Trogir Camping (43.511864, 16.194104) aus. Die Entscheidung war genau richtig, aber auch dieser Campingplatz ist sehr teuer. Auch hier fanden wir einen Platz in der "vordersten Reihe".

Belvedere Camping 04 Belvedere Camping 05

Abends stand als Veranstaltung eine "Romantische Nacht" auf dem Programm:


Die geplante Stadtbesichtigung Trogir haben wir aus Gründen der Hitze nicht gestartet. Vom Campingplatz aus starten aber stündlich Bootsfahrten dorthin bis spät in die Nacht hinein. Hin- und Rückfahrt kosten 50Kn. Auch andere Ausflüge lassen sich von hieraus unternehmen, für gar nicht so viel Geld.

Mir hat der Campingplatz sehr gefallen. Das Baden war etwas schwieriger aber machbar.

Tag 11)
Kurzentschlossen wie wir sind, brachen wir unsere "Zelte" ab und fuhren auf der Küstenstraße in Richtung Slovenien. Die Berge rufen!

Bilder vom Parkplatz an der D58
Küstenstraße Seget Vranjica 01 Küstenstraße Seget Vranjica 02 Küstenstraße Seget Vranjica 03 Küstenstraße Seget Vranjica 04

Um etwas Zeit zu sparen, fuhren wir erst einmal bei Prgomet auf die Autobahn und fuhren bei Maslenica auf die E65, auf die Küstenstraße. Erstaunlicherweise war die Fahrt nicht so wie häufig beschrieben von Staus und Rasern übersät, sondern überraschend ruhig. Trotz allem kostete die Fahrt Zeit. Wir fuhren bis ca. 17:30Uhr der wunderschönen Küste entlang bis zum Autocamp Sibinj (45.044047, 14.878120).

Autocamp Sibinj 01

Der Campingplatz war für eine Nacht in Ordnung.
Wir verbrachten unsere letzte Nacht in Kroatien bei einem schönen Sonnenuntergang in der Strandbar direkt am Meer.
Tag 12)
Am nächsten Tag fuhren wir ohne Zwischenstopp immer der Küste entlang bis kurz vor Rijeka und dann auf der Autobahn A7 bis zum Grenzübergang Rupa.
Kurz hinter der Grenze haben wir erst einmal eine kleine Pause einlegt. (Gostilna s prenočišči "Potok" Emilija Deželak s.p.45.528745, 14.250876) Kroatien lag hinter uns. Der erste Teil von unserem Urlaub war vorbei. Nach der besinnlichen Pause ein tiefes Einatmen und weiter ging die Fahrt. Unser Ziel ist noch einige Kilometer weit entfernt, der Nationalpark Triglav im Norden von Slowenien. An der Autobahn angelangt gab unsere DasGo-Box wieder Pieptöne von sich und buchte fleißig vom Guthaben ab. 
Ilirska Bistrica Die Autobahn verließen wir an der Abfahrt Bled. Unser Ziel war der Campingplatz Bled (46.361502, 14.080813). Also kämpften wir uns durch den mit Autos überfüllten Ort am See vorbei bis wir an der Abzweigung zum Campingplatz von einem netten Herrn gestoppt wurden, der uns mitteilte, das der Campingplatz ausgebucht war. Wir hatten nun drei Alternativen zur Auswahl: den Campingplatz Perun Lipce, den Camp Zlatorog Bohinj oder Camping Sobec anzufahren. Wir entschlossen uns zum Camping Sobec zu fahren und kämpften uns wieder durch den Stau zurück. Mittlerweile zeigte die Uhr schon 16:00Uhr an und wir waren froh dort endlich einen Platz für die kommenden zwei Nächte zu ergattern.

Camping Sobec
Camping Sobec 01


Kurz nachdem wir unseren Platz eingenommen hatten fing es an stark zu Regnen und zu Hageln. Wir hatten Angst um unser Wohnmobil. Die Hagelkörner waren zum Glück nur ein halben Zentimeter groß.


Am Abend konnten wir einer Aufführung im Zuge eines Animationsprogrammes des Campingplatzes beiwohnen.


Camping Sobec 14
Tag 13)
Heute stand eine Wanderung in die Vintgar-Klamm auf dem Programm. Zu Fuß von dem Campingplatz aus zu Starten war definitiv zu weit, also entschlossen wir uns mit dem Womo in die Stadt zu fahren. Ich hatte einen Parkplatz für Wohnmobile in Bled gefunden (46.370213, 14.118697). Es stellte sich als offizieller Wohnmobilstellplatz heraus und wir hatte Glück noch einen freien Platz zu finden. Die Stellplatzgebühren betrugen 25 Euro für 24Std. Wir wollten eigentlich nur Parken aber jetzt noch lange suchen wollten wir auch nicht.
Bled Womo

Der Fußmarsch zum Eingang der Schlucht von ca. 4.5Km war nicht besonders schön und verlief oftmals in der knallenden Sonne. Zum Glück gab es am Ortsrand einen Wasserbrunnen, für Charlie zur Abkühlung, auch wenn er selber nicht besonders Erfreut darüber war.
Vintgar Klamm 1 Vintgar Klamm 2 Vintgar Klamm 3










Die Klamm war recht schön aber überlaufen. Gerade auf den engen Stegen stockte der "Verkehr" immer wieder. Wir Wanderten bis zum Wasserfall Sum und nahmen als Rückweg den gleichen Weg.

Den beschwerlichen Weg von Bled zur Klamm hätten wir uns ersparen können, da es dort auch einen Parkplatz auch für Wohnmobile gab (46.389991, 14.084723)
Vintgar Klamm 26

In Bled wieder angekommen bekamen wir Hunger und suchten uns ein Lokal am See.
Bled 04 Bled 05 Bled 06 Bled 07 Bled 08 Bled 09 Bled 16 Bled 17 Bled 18 Bled 19 Bled 20

Auch dieser Tag ging mit schönen Erinnerungen zu Ende.
Tag 14)
Unser nächstes Ziel sind die Dolomiten in Nord Italien. Das Highlight sollten die Drei Zinnen sein. Um genauer zu sein der Parkplatz zu den Drei Zinnen, denn an der Auronzo-Hütte gibt es einen kostenpflichtigen Stellplatz für 40 Wohnmobile (45Euro die Nacht) auf 2320 Meter Höhe. Das Ziel liegt 270Km entfernt von Bled. Da wir keine Autobahn fahren wollten ist ein Zwischenstopp wahrscheinlich. Wo wir Übernachten würden war noch unklar. wir fuhren auf der B452 parallel zu Autobahn Richtung Karawankentunnel, weiter auf der B201 später SS54 bis zum wunderschönen Bergsee Lago del Predil (46.426163, 13.569387). Auf dem Parkplatz am See besteht die Möglichkeit zu Übernachten, was wir aber nicht wollten.
Lago del Predil 01 Lago del Predil 02 Lago del Predil 03 Lago del Predil 04 Lago del Predil 05 Lago del Predil 06 Lago del Predil 07 Lago del Predil 08

Ein Ort der Entspannung. Leer war der Platz nicht. Auch zwei Wohnmobile standen auf dem Parkplatz.
Weiter fuhren wir auf der SP76 nach Chiusaforte. Eine etwas Anspruchsvolle Strecke:


Um 15:00Uhr haben wir uns dann einen kostenlosen Stellplatz bei Arta Terme ausgesucht. Die Zufahrt zum Stellplatz war steil und eng. Eine Stromsäule mit drei Steckdosen und Wasseranschluß war auch vorhanden.
Arta Terme 1 Arta Terme 2 Arta Terme 3 Arta Terme 4 Arta Terme 5 arta terme 06 arta terme 07
Tag 15)
Wir hatten eine ruhige Nacht und morgens um 08:30 ging es weiter. Wir fuhren auf der SS52 Richtung Norden und bogen bei Sutrio auf die SS465, weiter auf die SR355. Wir waren auf der Suche nach einem geeigneten Platz zum Frühstücken, den wir auch fanden:
Drei Zinnen1 Drei Zinnen03 Drei Zinnen4 Drei Zinnen5 Drei Zinnen9  

Gesättigt fuhren wir dann weiter zur SR48. Die Straße hatte es in sich. Steigungen bis zu 16%. Das WoMo hatte viel zu arbeiten. Der erste richtige Test für die 130PS, aber alles kein Problem und wir kamen um 11:30 Uhr am Lago di Misurina an.


Ich hatte viel Spaß dabei, Birgit weniger denn sie malte sich die wildesten Screenarien aus was alles so passieren könnte. Der Wohnmobilstellplatz dort am See war schon voll belegt und trotz Hinweisschild, das alle Parkplätze oben an den Drei Zinnen belegt waren, fuhren wir weiter in Richtung Mautstation. Wir kamen nicht allzu weit, denn wir mußten uns in einer Autoschlange einreihen, die alle nach Oben wollten. Es wurde nur eine bestimmte Anzahl von Autos durchgelassen, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Also nur wenn ein Auto herausfährt durfte ein Auto einfahren. Das konnte also dauern und als Wohnmobil erst recht. Also machte ich mich zu Fuß auf dem Weg zum Mauthäuschen und fragte den Kassierer, der aber sofort abwinkte und mir unhöflich erklärte das es für heute keine Chance geben würde als Womo durchgelassen zu werden. Also daggelte ich zum Wohnmobil zurück, wendete und fuhr zum Campingplatz Alla Baita.
mautstation
Drei Zinnen 34

Der Campingplatz war nicht besonders modern eher zweckmäßig. aber für eine Nacht ausreichend. Geduscht haben wir im Wohnmobil.
Camping Alla Baita 1 Camping Alla Baita 3 Camping Alla Baita 4

Auf dem folgenden Bild ist rechts unten die Auronzo Hütte zuerkennen und links davon ist der Wohnmobilstellplatz zu erahnen.
Lago di Misurina 23

Den Tag haben wir noch mit einem Spaziergang um den Lago di Misurina ausgefüllt. Eine einfache und schöne Wanderung.
Lago di Misurina 01
Tag 16)
Kurz vor 7:00Uhr klingelte der Wecker. Unser Ziel war natürlich gleich früh morgens einen zweiten Anlauf zu starten. Ich saß vor unserem Wohnmobil auf Lauerstellung und beobachtete die anderen Wohnmobile auf dem Stellplatz sowie auf dem Campingplatz. Ich erwartete einen Ansturm aber selbst um 7:30Uhr (Öffnung der Mautstelle) war keine merkliche Bewegung zu sehen, weder runter noch rauf. Eine Stunde später, nach Ent- und Versorgung wagten wir den Versuch. An der Mautstelle aber das gleiche wie gestern: alle Plätze für Wohnmobile sind belegt. Was waren wir enttäuscht. Einen dritten Versuch wollten wir nicht machen, das stand fest auch weil das Wetter für die nächsten Tage schlechter werden sollte. Also wieder zurück und fuhren auf der SP49 und SS51 in Richtung Toblach.

Hier der Blick vom Parkplatz (Sennerei Drei Zinnen - Schaukäserei) in das Tal, von wo wir hergekommen sind. Good bye Dolomiten, wir werden mit Sicherheit wiederkommen.
Lago di Misurina 21

Es gab nun zwei Optionen um wieder nach Deutschland zu gelangen. Es war erst der 10 August und hatten noch 8 Urlaubstage zur Verfügung. Die erste Variante war über den Brenner (keine Autobahn) dann am Achensee vorbei zum Tegernsee, oder den Jaufenpass und dann die SS44bis ins Ötztal weiter über den Fernpaß nach Deutschland. Wir entschlossen uns diese Entscheidung zu vertagen und ersteimal zum Campingplatz Gilfenklamm (46.882514, 11.408190) zu fahren.
 
Kurze Pause auf dem Parkplatz Mühlbacher Klause (46.811339, 11.684296), Ab hier bis zur Autobahn A22 staute sich der Verkehr mehrmals.
Mühlbache  Klause 3 Mühlbache  Klause 3 Mühlbache  Klause 3

Um 14:00Uhr erreichten wir den Campingplatz Gilfenklamm. Er lag direkt an einer stark befahrenen Straße und war dementsprechend laut.
Camping Gilfenklamm

Tag 17)
Wanderung Gilfenklamm

Auf dem Rückweg Nr1 (siehe Karte)






Für den Hin- und Rückweg haben wir den Wanderweg direkt am Fluß Rio Maretar gewählt. Vom Campingplatz zum Eingang der Klamm sind es ca. 3Km. Insgesamt eine schöne Wanderung. Die Klamm hat uns positiv überrascht: gut ausgebaute Wege, kaum Besucher und am Ende der langen Klamm (2,5Km) das Gasthof Jaufensteg für ein kaltes Bier.

Tag 18)
Heute haben wir uns entschieden die Variante 1, also über die Brennerstraße zum Tegernsee zu fahren. Also fuhren wir auf der SS12 immer parallel zur Autobahn Richtung Innsbruck. In dem Ort Brenner kamen wir an dem Outlet Center vorbei und meine Frau schaute mich fragend an. Ich hingegen fuhr einfach weiter. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das Einkaufscenter am Sonntag geöffnet hatte und ich hatte keine Lust dort shoppen zu gehen. Der gesamte Verlauf der Brennerstraße war gut zu fahren, obwohl ich nicht genau wusste ob ich überhaupt hier fahren durfte, denn Verbotsschilder für Fahrzeuge über 3,5t waren an einigen Stellen aufgestellt.

Die Fahrt durch Innsbruck verlief ohne Stau, sodass wir gegen 14:00Uhr am Achensee ankamen. Bei einer Pause überlegten wir, ob wir hier ein oder zwei Nächte bleiben sollten. Der Achensee, mit seiner tollen Umgebung, ist für einen kurzen Zwischenstopp einfach zu schade, dafür sollte man sich mehr Zeit nehmen.
achensee 01

Also fuhren wir weiter zum Tegernsee, um genauer zu sein zum Wohnmobilstellplatz Oedberg (47.744206, 11.772238). Der Stellplatz war zwar fast leer, aber der Betrieb um die Sommerrodelbahn und der Gastwirtschaft war voll in Gange. Da uns der Weg zum See zu Fuß zu weit erschien, suchten wir uns ein anderes Ziel für die Übernachtung. Birgit wollte gerne nach Bad Tölz. Wir suchten uns den Stellplatz an der Isar aus.

Bad Tölz 01

Am spätem Nachmittag machten wir uns auf dem Weg in die Stadt:
Bad Tölz 17
Bad Tölz 3
Bad Tölz 17 Bad Tölz 04 Bad Tölz 05
Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17 Bad Tölz 17

In Bad Tölz war nur wenig los, und viele Lokale hatten Sommerpause. Wir sind dann ins Isar Cafe gegangen und haben uns einen" Der Bulle von Tölzburger" bestellt. War lecker und empfehlenswert.

Tag 19)
Bei unserem nächsten Ziel waren wir recht unschlüssig. Zuerst fuhren wir in Richtung Holzkirchen (A8), bis Birgit auf einmal Kurs auf Andechs am Ammersee nahm. Sie wollte noch einmal zum Kloster Andechs.

Auf dem Weg eine kleine Zwischenpause am Isarkanal (47.972888, 11.476878)
Isarkanal Bruckenfischer 3 Isarkanal Bruckenfischer 3 Isarkanal Bruckenfischer 3
Bei unserer Wohnmobiltour 2017 hatten wir das Kloster schon einmal besucht. Damals war nur noch Zeit für ein schnelles Bier bevor die Gastwirtschaft schließen würde. Heute hatten wir mehr Zeit, doch das Kloster war heute nicht zu besichtigen und es blieb wieder nur bei einer Malzeit und einem Bier. Zudem stellten wir fest, dass unser Fernseher im Wohnmobil nicht mehr funktionierte.

Tag 20)
Auf nach Hause hieß heute die Devise. Über ausschließlich Landstraßen umrundeten wir westlich München und wollten auf die Autobahn A9. Doch ein Stau und hohes Verkehrsaufkommen veranlasste uns weiter die Landstraßen zu nutzen. Wie wir gefahren sind führe ich hier lieber nicht auf. Jedenfalls sind wir irgendwie in Ilmenau (50.681939, 10.904413) im Thüringer Wald gelandet. Die Uhr zeigte 21:30Uhr an, zu spät um den Ort zu erkunden.
Tag 21)
Wie am Tage zuvor wichen wir die Autobahnen aus. Bei Soltau hinter der großen Baustelle bei Hannover wagten wir die A7 zu nutzen und fuhren ohne besondere Ereignisse nach Hause.
Der Urlaub war zu Ende
Fazit:
In unserer ersten Wohnmobilreise mit unserem eigenen WoMo haben wir viel erlebt. Nicht alles ist nach Plan verlaufen. Der Zeitpunkt für eine Kroatienreise ist nicht unbedingt zur Hochsaison zu empfehlen. Es war von den Temperaturen zu heiß und die Städte einfach zu überlaufen. Aber das hatte ich nicht anders erwartet. Positiv überrasch war ich von den Stellplätzen die wir ergattern konnten, oftmals direkt am Wasser und das ohne vorher zu Buchen. Das lag sicherlich auch daran, das wir immer nur ein paar Tage stehen wollten. Die Autobahn und die Küstenstraße war gut zu fahren und nicht zu voll. Die Straßen im Landesinneren benötigen dringend einer Sanierung. Die Rastplätze und Parknieschen an den Straßen waren voller Müll, jedenfalls außerhalb der Hauptverkehrswege. Die Preise der Campingplätze waren unverschämt hoch. Eine genaue Auflistung folgt noch. Alles zusammen gesehen ist Kroatien eine Reise wert. Wir fahren gerne wieder hin.

Die Wanderung um die drei Zinnen hatte leider nicht geklappt. Auch hier war der Zeitpunkt ungünstig. Es bestand zwar die Möglichkeit mit dem Bus hochzufahren, das wollten wir aber nicht. Ansonsten sind die Dolomiten wunderschön und für alle Bergliebhaber ein muß.

Unser Wohnmobil ist mit einem Fiat Ducato 130PS Motor ausgestattet. Vor dem Kauf hatte sich mir die Frage aufgetan reicht die Kraft aus, um z.B. mit Tempomat auf der Autobahn bei hügeliger Landschaft problemlos fahren zu können. Ich bin aber durchaus zufrieden. Auch die 16% Steigung sind zu schaffen. Besser ist zwar ein 150PS Motor, aber bei einem Gebrauchten muss man halt nehmen was man bekommt. Wenn alles ander stimmt haben die 130PS keinen Einfluss auf meine Kaufentscheidung.

Kostenaufstellung:
Ort Übernachtungen Preis ges.      Preis/Tag
Stellplatz Königslutter am Elm 1 0 0,00
Stellplatz Deggendorf 1 5 5,00
Camping Turist Grabovac 1 38,96 38,96
Autocamp Borje 1 35,07 35,07
Camping Resort Solaris 3 245,11 81,70
Camping Stobrec Split 2 118 € 58,87
Camping Belvedere Trogir 1 73,6 73,60
Autocamp Sibinj 1 35 35,00
Stellplatz Bled 1 25 25,00
Camping Sobec 2 103 51,50
Stellplatz Arta Terme 1 0 0,00
Camping Alla Baita 1 29 29,00
Camping Gilfenklamm 1 26,7 26,70
Wohnmobilstellplatz Bad Tölz 1 4 4,00
Wohnmobilstellplatz Andechs 1 17 17,00
Stellplatz Ilmenau 1 0 0,00

Ausgaben Campingplätze:
755,18€

Maut Österreich (2 Achsen Emissionsklasse V):
Von Suben bis Spielfeld (300km)
79,09€

Maut Slowenien (2 Achsen Emissionsklasse V):
40€ Aufladung

Maut Kroatien:
ca. 630km
50€

Dieselverbrauch:
4100km
Kraftstoffverbrauch im Durchschnitt 9,2 Lieter
--> ca, 380 Lieter --> 500€

Summe: 1430€ (ohne Spesen und Lebensmittel)

Das war der Reisebericht über unseren Urlaub 2019. Wenn euch der Bericht gefallen hat oder ihr Anmerkungen habt, bitte ich euch das Kommentarfeld unterhalb des Berichtes zu nutzen.

Viel Spaß auf euren Reisen wünschen 
Dirk und Birgit

Tags: Urlaub Reisebicht Kroatien

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